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Interview & Fotoreportage mit Dani von Lichtbildkuenstlerei Fotografie

Hallo Dani! Schön, dass Du Dir die Zeit für dieses Gespräch nimmst. Erzähl doch mal kurz was über dich: Wer bist Du und was machst Du neben Deiner schönen Fotografie?
Ich bin die Dani komme aus Zwickau, bin gelernte Hebamme und mittlerweile hauptberuflich Fotografin - habe einen Mann, drei Kinder und somit ein absolut erfülltes Leben.


Du hast gerade dein zweites Shooting heute beendet. Wie lief es?
Heute war es nicht wirklich einfach. Die kleine Maus vom ersten Shooting war im ersten Wachstumsschub und sehr unruhig. Die Familie und ich haben uns entschieden, die restlichen Fotos übermorgen zu machen, wenn es der Kleinen besser geht. Den Großteil haben wir aber schon geschafft. Ich respektiere die Situation und möchte das die Kleine jetzt mit ihrer Mama kuscheln kann.


Das zweite Shooting verlief ganz unkompliziert und fix. Der kleine Mann hat das gesamte Shooting verschlafen.


Passiert es öfter, das du ein Shooting verschieben musst oder abbrichst?
Nein, dass ist eher die Ausnahme. Ich möchte das die Babys sich hier wohlfühlen und entspannen können. Wenn ein Neugeborenes zu mir kommt, dem es wirklich nicht gut geht, kann ich es nicht einfach so fotografieren. Weder ich noch die Eltern wären mit dem Ergebnis zufrieden. Und die Bedürfnisse der Kleinen haben für mich natürlich oberste Priorität.


In dem Beruf als Neugeborenenfotografin muss man sich auf jede Familie bzw. jedes Baby neu einstellen und individuell vorbereiten. Ganz wichtig ist es, immer einen Plan B im Kopf zu haben. Weder die Länge, noch der Ablauf des Shootings ist planbar. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, Ruhe zu verbreiten und kein Druck zu machen, sowie ihnen ein gewisses Urvertrauen zu vermitteln, das sie sich entspannen können. Dann schlafen die Mäuse von selbst.

Erzähl mal, wie bist du zur Fotografie gekommen?
Fotografiert habe ich schon immer gerne. Wenn man es genau nimmt, ist die Fotografie zu mir gekommen und ich habe mich meinem Schicksal gestellt. Als ich in Zwickau als Hebamme anfing zu arbeiten, habe ich Neugeborenen- und Babybilder für meine Hebammenpraxis benötigt. Allerdings habe ich keine schönen Fotos gefunden, die ich mir hinhängen wollte. Ich finde, Kinderbilder jeder Art sollten den Betrachter verzaubern und Geborgenheit, Seelenfrieden und Glück ausstrahlen und genau danach habe ich gesucht.


Also habe ich mir zwei Babys von Frauen, die ich als Hebamme betreut habe „ausgeliehen“ und die Kleinen nach meinen Vorstellungen fotografiert. Als ich dann die Bilder in der Praxis hängen hatte, haben mich sehr viele angesprochen und gefragt, wer diese schönen Fotos gemacht hat. So kam Eins ins Andere und plötzlich war ich auch noch Fotografin.


2013 im Herbst habe ich mich entschieden, die Fotografie hauptberuflich zu betreiben und den Hebammenjob aufzugeben. Ich denke, es war eine gute Entscheidung zu einem richtigen Zeitpunkt, wenn man die Entwicklung in der Berufspolitik gegen die Hebammen beobachtet.


Was unterscheidet deine Arbeit von anderen Fotografen hier in der Gegend, die auch Neugeborenenfotografie betreiben? 
Die Frage ist schwer zu beantworten. Ich kenne hier in unserer Gegend keine Neugeborenenfotografen. Die, die ich persönlich kenne, kommen alle von weiter her und arbeiten sicher nicht anders als ich.


Von Vorteil ist sicher die Spezialisierung auf die Neugeborenen, die Ausbildung und jahrelange Berufserfahrung als Hebamme, sowie der dadurch absolut sichere Umgang und das Erkennen der Bedürfnisse der Kleinen.

Ich sag immer scherzhaft, die Eltern bekommen bei mir ein „Rundum-Sorglospaket". Sie können sich beim Shooting entspannt zurücklehnen, gerne auch Fragen zu ihrem Sprössling stellen, während ich ihr Baby sanft in den Schlaf wiege, sicher positioniere und fotografiere.


Sollten während des Shootings Unruhe, Wachphasen o.ä. auftreten, weiß ich als Fachfrau was zu tun ist um das Kleine wieder ruhig und entspannt in seinen Schlaf zu bringen bzw. seine Bedürnisse zu befriedigen. Man nannte mich auch schon oft Babyflüsterer. Ich glaube, dass es für die Eltern entspannend ist zu wissen, das ihre Kinder bei mir in sicheren Händen sind und sie mir vertrauen können.

Wie bekommst du Beziehung, Familie und Arbeit unter einen Hut? 
Das ist garnicht so einfach, da ich selbstständig bin und eben immer arbeite. Viel Zeit für Hobbys bleibt einfach nicht. Das Shooting ist ja der kleinste Teil von dem Ganzen. Die Nacharbeit am Rechner, Galerien erstellen, selektieren, bearbeiten, CDs brennen, verpacken, Rechnungen schreiben (und ich könnt noch 100 Dinge aufzählen) sind neben dem Kundenaquise, Werbung machen, Weiterbildung, der Großteil am Fotografenjob. Gerade das Bearbeiten der Bilder dauert am längsten, da ich jedes Bild einzeln individuell und liebevoll bearbeite.


Selbst die Wochenenden bzw. freien Zeiten sind wir unterwegs und suchen nach neuen schönen Shootingorten, damit jeder Kunde seine, zu ihm passenden, individuellen Fotos erhält.


Da es aber ja nicht nur mein Job, sondern auch meine Leidenschaft ist und da wir ja beide die gleiche Leidenschaft haben, lässt sich die Fotografie mit der Beziehung wunderbar vereinbaren. Unsere drei Mädels ziehen auch voll mit und fotografieren immer und überall - wer weiß, vielleicht sind wir irgendwann ein großes Familienunternehmen.


Glaubst du das deine Arbeit Kunst ist bzw. einen künstlerischen Ansatz verfolgt?
Ich möchte in erster Linie Erinnerungen schaffen und freue mich, das meine Fotos an der Wand hängen oder in einem schönem Fotobuch zu finden sind. Ob es Kunst ist weiß ich nicht, ich weiß nur, das es wertvolle Erinnerungen sind, die helfen können, sich in vergangene Momente zurück zu versetzen.

Leserfragen (Facebook)


Vermisst du deinen Hebammenberuf? (Susann)
Nein. Da ich sehr oft mit Neugeborenen und Schwangeren zu tun habe, bleibe ich ja in gewisser Weiße dauerhaft bei diesem Thema. Ich bekomme auch viele Fragen zu den Kleinen gestellt, die ich gerne beantworte und die jungen Eltern sind sehr dankbar darüber.


Wann hast du deine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt? (Steve) 
Ich fotografiere seit ich denken kann. Schon als kleines Kind habe ich gern und ständig Fotos angeschaut und bin mit der Kamera von meiner Oma rumgerannt, habe fotografiert und ihre Filme verknipst.

Später habe ich für Zeitungen geschrieben und Fotos für verschiedene Artikel gemacht, ob Jugendseite, Sport- oder Lokalbereich. Egal wann ich, wo, was, für wen auch immer fotografiert habe - das Abholen des fertigen Filmes war immer wie Weihnachten für mich.


Gibst du irgendwann selber mal ein paar Workshops? (Madeleine)
Momentan leider nicht. Ich habe einfach keine Zeit dafür.


Wo siehst du dich in 15 Jahren beruflich? (Anne)
Ich glaub darüber möchte ich mir keine Gedanken machen - ich wäre nur enttäuscht, wenn es dann anders kommen würde. Fakt ist, ich möchte mit dem was ich tue glücklich sein und das Gefühl haben, früh nicht auf Arbeit gehen zu müssen, sondern das tun zu können, was ich liebe. Was auch immer das sein wird.


Ich danke dir sehr, dass du dir die Zeit für dieses kleine Interview genommen hast.


Die ganze Fotostrecke von Dani im Fotostudio könnt Ihr euch hier ansehen:


Fotograf & Interview: Mario Klötzer

www.keepyouclose.de

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Kommentare: 4
  • #1

    Heidi (Dienstag, 03 November 2015 15:50)

    Ich finde dich super...
    Ich danke dir nochmal für die Bilder die du für uns 2010 gemacht hast

  • #2

    Janine B. (Montag, 11 Januar 2016 20:30)

    Mit deinen Fotos bringst du einen zum träumen oder staunen. Man sieht mit wieviel Liebe und Perfektionismus du das machst. Soviel Gefühl in deinen Fotos. Du bist ein wunderbarer Mensch. Danke das es dich gibt.

  • #3

    Conny Dähne (Dienstag, 26 Juli 2016 21:44)

    Dani hat nicht nur ein Händchen für die Babys, was schon echt beeindruckend war. Besonders wie sie es schafft, das Kleine auszuziehen ohne es zu wecken! Sie geht auch wundervoll mit größeren Kindern um. Ich hab mich mit meinen beiden Mäusen ganz wohl bei ihr gefühlt.

  • #4

    Bibilotta (Mittwoch, 30 November 2016 17:45)

    Mehr Lieben kann man seinen Job nicht.
    Dani ist die beste Fotografin die man sich wünschen kann, sie steckt in jedes einzelne Bild einen gewissen Zauber , der wie funkelnde Sterne um einen kreist.
    Ich Danke Dir von Herzen das es Dich gibt und für all meine Erinnerungen.
    Sie erwecken bei jedem neuen betrachten zu leben ♥


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